Corona ist Stress – How to deal with it?

Corona ist Stress – How to deal with it?

Man kann sich der Gesamtsituation schwer entziehen, ganz egal wie gelassen man eventuell selbst ist, wie wenig man persönlich betroffen ist. Der Anblick von Maskenträgern in Supermärkten, wochenlanges Homeoffice, eingeschränkte Freiheiten und Rechte sowie veränderte Unternehmensstrategien lösen in uns Unsicherheiten, Ängste und Kontrollverlust aus. Panik ist nicht angebracht, Tiefenentspannung vermutlich angesichts der vielfältigen Veränderungen und Herausforderungen zu viel verlangt.

Vielleicht darf es etwas dazwischen sein?

Wir haben uns auf die Suche gemacht und in unzähligen Gesprächen, Webinaren und Coachings in unterschiedlichen Industrien und Unternehmen, im Sport genauso wie in der Gesellschaft angewandte Resilienzfaktoren ausfindig gemacht, die gerade jetzt erfolgsversprechend sein können.

Resilienz – wie ein Stehaufmännchen situationselastisch

Schon in den 1950ern begleitete die amerikanische Psychologin Emmy Werner in einer Studie 700 hawaiianische Kinder über einen Zeitraum von 40 Jahren und legte damit den Grundstein der Resilienzforschung. Circa 30 Prozent von ihnen wuchs in prekären Familienverhältnissen auf – extreme Armut, wenig Bildung und psychisch kranke Eltern. Werner beobachtete, dass sich von diesen gefährdeten Kindern ein Drittel trotz allen Umständen positiv entwickelte. Kinder aus schweren Familienverhältnissen entwickelten sich also nicht zwangsläufig in eine ähnliche Richtung wie ihre Eltern. Was diese Kinder von den anderen unterschied, war ihre Resilienzfähigkeit, ihre Widerstandsfähigkeit, die letztendlich eine Frage des Mindsets ist.

5 Schutzfaktoren, mit denen wir in der Krise Zukunftskompetenz entwickeln können:

Zielorientierung

Gerade wenn Sicherheiten und Kontrolle wegbrechen, können gesetzte Ziele wie Leuchttürme wirken, die uns Orientierung und Selbstwirksamkeit zurückgeben.

Akzeptanz

Wer resilient ist, akzeptiert Situation, die man nicht verändern kann und sieht Schwierigkeiten und Probleme als einen natürlichen Teil des Lebens an.

Energiebringer statt Energievampire

Es tut gut, Menschen um sich zu haben, die an einen glauben. Freunde, Geschäftspartner und Kollegen, die einem hilfreiches Feedback und Rückenstärkung geben, am Weg zu den eigenen Zielen. Mit Energievampiren gilt es einen neutralen Umgang zu finden und sich effizient abzugrenzen.

Kommunikation

Aus Beziehung schöpfen oder verlieren wir Kraft. Der Dialog ist die Grundlage für eine gute Beziehung. Nach außen hin mit Menschen des privaten und beruflichen Lebens. Und nach Innen stellt der innere Dialog eine wichtige Grundlage für die Beziehung zu uns selbst dar. Erfolgskriterien sind bei beide Arten ähnlich: Empathie, Offenheit, Augenhöhe und Respekt.

Positivismus

Auch in der Krise kann man lernen, realistisch-optimistisch zu sein. Manchmal hilft es, die schönen Dinge des Lebens wieder wahrzunehmen, den Blick auf die kleinen positiven Dinge ganz bewusst zu steuern.

Auch der persönliche Umgang mit den Medien ist eine Überlegung wert. Wie wichtig das ist, belegt eine aktuelle europäische Studie des Mainzer Leibniz-Instituts für Resilienzforschung. So gaben 93 Prozent der Befragten an, sich in der Coronakrise durch vorwiegend negative Medienberichte gestresst zu fühlen.

Genau jetzt alle Ressourcen aktivieren

Es kann auch helfen sich andere Situationen aus seinem bisherigen Leben ins Gedächtnis zu rufen, in denen man Krisen gut gemeistert hat und vielleicht sogar gestärkt aus ihnen hervorgegangen ist. Weiters kann man sich fragen, wie man es damals gemacht hat. Was hat einem die Kraft gegeben? Mit welchen Menschen hat man sich umgeben, welche der eigenen Stärken wurden besonders genutzt? Vielleicht kann man Teile der Strategie auch jetzt anwenden?

Wie sagt der Philosoph Søren Kierkegaard so schön: „Man kann das Leben nur rückwärts verstehen, aber leben muss man es vorwärts.“ Im Nachhinein fällt es uns oft leicht das Gute an Lebenskrisen wahrzunehmen, vielleicht sogar zu erkennen, dass der Ausgang dann noch besser kam als erwartet. Wie hilfreich könnte es sein, wenn wir diesen Blick schon mitten in der Krise entwickeln könnten.

Hierfür kann man sich Vorbilder suchen, gemeint sind Menschen, denen das gelingt. Wenn man dann genau hinsieht, nachfragt und offen für neue Blickwinkel ist, dann kann man auch deren Erfolgsstrategien für sich nutzen. Vielleicht kann man sich Tipps holen, neue Verhaltensweisen ausprobieren und sich von verschiedenen Möglichkeiten inspirieren lassen.

Wovon wir überzeugt sind: Resilienz ist ansteckend

Wir können den positiven Spirit gerade in schwierigen Phasen weitergeben und andere Menschen infizieren. Je mehr Menschen im eigenen Umfeld, in der Familie, im Freundeskreis, im Unternehmen diese Widerstandfähigkeit leben und positiv in die Zukunft blicken, umso schneller kann sich eine entsprechende Kultur entwickeln, in der mentale Kraft und Innovationsfähigkeit wachsen können.

Haben Sie Interesse genau diese Kultur in Ihrem Unternehmen zu etablieren? https://sprungkraft.consulting/krisen-und-resilienz-intervationstrainer/

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